Beim Spannen erwischt
Andreas lauscht hinter der Wohnzimmertür, während Erika und Robert intim werden – die dünnen Wände des alten Hauses tragen jedes Stöhnen, jedes Knarren des Sofas. Als er die Tür nur einen Spalt öffnet, um den verbotenen Anblick zu genießen, trifft sein Blick direkt auf Erikas geweite Pupillen. Stat…
Die Abendsonne fällt schräg durch die halb geöffneten Vorhänge des Wohnzimmers, streift über den abgenutzten Teppichboden und lässt Staubkörner in der Luft tanzen, als wären sie winzige Goldflocken. Der Geruch von frisch gebackenem Apfelkuchen liegt noch in der Luft, vermischt mit dem leichten Duft von Zimt und dem metallischen Hauch von Erikas Parfüm, das sie sich immer hinter die Ohren sprüht, wenn sie denkt, niemand sieht es. Andreas sitzt auf der untersten Stufe der Treppe, die in den ersten Stock führt, ein Buch in der Hand – Die Verwandlung von Kafka, das er für die Schule lesen muss. Doch seine Gedanken schweifen. Die Worte auf den Seiten verschwimmen zu grauen Flecken, während sein Blick immer wieder zur geschlossenen Wohnzimmertür wandert.
Er sollte eigentlich im Bett sein. Oder zumindest in seinem Zimmer. Aber seit Robert und Erika vor einer Stunde leise gelacht und dann die Tür hinter sich zugezogen haben, kann er nicht anders, als hier zu sitzen, das Ohr gespitzt, die Finger um den Bucheinband gekrampft, als könnte er die Seiten zerreißen. Es ist nicht das erste Mal, dass er sie hört. Das Haus ist alt, die Wände dünn wie Pergament, und die Geräusche tragen. Ein Stöhnen, gedämpft, aber unverkennbar. Ein leises, kehliges Lachen. Das Knarren des Sofas, das immer dann quietscht, wenn jemand sich darauf bewegt. Andreas beißt sich auf die Unterlippe, bis er den salzigen Geschmack von Blut spürt. Er sollte gehen. Er muss gehen. Aber seine Füße gehorchen nicht.
Langsam, als würde er gegen einen unsichtbaren Widerstand ankämpfen, steht er auf. Die Dielen knarren unter seinem Gewicht – ein verräterisches Geräusch in der Stille des Hauses. Er bleibt stehen, hält den Atem an, als könnte er so auch die Zeit anhalten. Doch nichts passiert. Kein abruptes Schweigen, keine Stimme, die fragt, wer da ist. Nur das gleichmäßige, rhythmische Geräusch von Haut auf Haut, das durch die Tür dringt, wie eine Einladung, der er nicht widerstehen kann.
Seine Hand zittert, als er nach dem Türknauf greift. Das Metall ist kalt unter seinen Fingerspitzen, fast feucht, als hätte jemand es vorher berührt. Er dreht langsam, millimeterweise, bis ein leises Klicken ertönt. Die Tür gibt nach, öffnet sich einen Spalt. Ein Streifen warmen, gelblichen Lichts fällt auf den Boden, zeichnet eine scharfe Linie zwischen der Dunkelheit des Flurs und dem, was dahinter liegt. Andreas’ Herz schlägt so laut, dass er fürchtet, es könnte die beiden auf dem Sofa aufschrecken. Doch als er vorsichtig den Kopf durch den Spalt schiebt, sieht er nur sie.
Erika liegt rücklings auf dem Sofa, ihr Körper eine Landschaft aus weichen Kurven und Schatten. Ihr Haar, normalerweise zu einem strengen Dutt gebunden, breitet sich wie ein dunkler Wasserfall über die Armlehne aus, die Strähnen verklebt von Schweiß. Ihr Gesicht ist ihm zugewandt, die Augen geschlossen, die Lippen leicht geöffnet, als würde sie etwas flüstern, das nur sie selbst hören kann. Ihr Atem geht schnell, unregelmäßig, und bei jedem Ausatmen stöhnt sie leise, ein Geräusch, das irgendwo zwischen Schmerz und Lust liegt. Robert kniet vor ihr, seine Hände um ihre Oberschenkel gepresst, die Fingerabdrücke weiß in ihrer Haut. Sein Hemd ist aufgeknöpft, die Ärmel hochgeschoben, als hätte er es in Eile abgestreift. Die Muskeln in seinen Armen spannen sich an, während er sich vorbeugt, sein Mund an einem Ort, den Andreas noch nie so nah gesehen hat.
Andreas’ Kehle wird trocken. Er sollte zurückweichen. Er sollte die Tür schließen und so tun, als wäre nichts passiert. Aber seine Beine gehorchen nicht. Stattdessen drückt er die Tür weiter auf, nur einen Zentimeter, dann noch einen, bis er den gesamten Raum überblicken kann. Der Anblick brennt sich in seine Netzhaut ein: Erikas Hände krallen sich in die Polster des Sofas, ihre Nägel hinterlassen kleine Dellen im Stoff. Roberts Zunge bewegt sich in langsamen, kreisenden Bewegungen, und bei jedem Mal, wenn er sie flach gegen Erikas Körper presst, zuckt sie zusammen, ihr Rücken wölbt sich leicht vom Sofa ab. Ein glänzender Faden zieht sich von Roberts Unterlippe bis zu dem Punkt, an dem ihre Körper sich berühren – ein silbriger Schleim, der im Licht der Stehlampe glitzert wie flüssiges Quecksilber.
„Ah – Scheiße –“, keucht Erika plötzlich, ihre Stimme rau, als hätte sie seit Stunden nicht mehr gesprochen. Ihre Hände schnellen nach unten, greifen in Roberts Haar, ziehen ihn näher, als könnte sie ihn ganz in sich verschlingen. Robert stöhnt dumpf als Antwort, ein Geräusch, das vibriert in Andreas’ Brustkorb, als würde es direkt aus seiner eigenen Kehle kommen. Seine Finger umklammern den Türrahmen so fest, dass seine Knöchel weiß hervortreten. Er kann nicht wegsehen. Er will nicht wegsehen.
Dann, ohne Vorwarnung, hebt Erika den Kopf. Ihre Augen, normalerweise ein kühles Blau, sind jetzt dunkel, fast schwarz, die Pupillen geweitet. Sie starrt direkt in Andreas’ Richtung. Für einen Moment passiert nichts. Die Welt hält den Atem an. Dann zuckt ein Lächeln über ihr Gesicht – nicht schockiert, nicht wütend, sondern langsam, fast träge, als würde sie etwas köstlich Verbotenes genießen.
„Andreas“, sagt sie, ihre Stimme ein raues Flüstern. „Komm doch rein.“
Roberts Bewegungen stocken. Er hebt den Kopf, dreht sich langsam um, als würde er fürchten, was er sehen wird. Doch als sein Blick auf Andreas trifft, verzieht sich sein Mund zu einem Grinsen, das seine Zähne entblößt. „Na, das ist ja eine Überraschung“, sagt er, seine Stimme tief und ein wenig heiser. Er wischt sich mit dem Handrücken über den Mund, lässt den glänzenden Schleim auf seiner Haut glitzern. „Wie lange stehst du schon da?“
Andreas’ Mund ist staubtrocken. Seine Zunge fühlt sich an wie ein fremder, schwerer Klumpen in seinem Mund. „Ich –“, beginnt er, doch seine Stimme bricht. Er räuspert sich. „Ich wollte nur… ich dachte, ich höre etwas.“
Erika lacht, ein tiefes, vibrierendes Geräusch, das durch den Raum hallt. „Oh, du hast mehr als nur etwas gehört, Schatz.“ Sie streckt eine Hand nach ihm aus, die Finger leicht gespreizt, als würde sie ihn heranwinken. „Komm näher. Du musst nicht von der Tür aus zusehen.“
Andreas’ Körper gehorcht, bevor sein Verstand protestieren kann. Seine Füße tragen ihn ins Zimmer, als wäre er in einem Traum gefangen, in dem jede Bewegung langsam und schwerfällig ist. Der Teppich unter seinen Socken ist weich, fast zu weich, als würde er ihn verschlucken wollen. Als er vor dem Sofa steht, spürt er die Wärme, die von den beiden Körpern ausgeht, eine fast greifbare Hitze, die ihn umhüllt wie ein unsichtbarer Mantel.
Robert beugt sich zurück, sein Atem geht schnell. Sein Gesicht glänzt vor Schweiß, und ein dunkler Fleck hat sich auf seinem Hemd ausgebreitet, direkt über dem Herzen. „Du siehst aus, als hättest du einen Geist gesehen“, sagt er und grinst wieder, dieses Mal breiter. „Aber keine Sorge. Wir beißen nicht.“ Er streckt die Hand aus, legt sie auf Andreas’ Handgelenk. Seine Haut ist heiß, fast brennend. „Oder doch? Erika, beißt du?“
Erika stöhnt leise, als Robert seine Hand von ihr nimmt. „Nur, wenn man mich darum bittet“, antwortet sie, ihre Stimme ein raues Flüstern. Sie richtet sich ein wenig auf, stützt sich auf die Ellbogen, und Andreas sieht, wie sich ihre Brüste dabei leicht heben, die rosafarbenen Nippel hart und aufgerichtet. Sein Blick bleibt daran hängen, als wäre er magnetisch angezogen. Er hat Erika noch nie so gesehen – nicht so nackt, nicht so offen. Normalerweise trägt sie immer diese strengen Blusen, die bis zum Hals zugeknöpft sind, als wollte sie sich vor der Welt verbergen. Jetzt liegt sie da, ihr Körper eine Einladung, und er kann nicht anders, als zu starren.
„Gefällt dir, was du siehst?“ Roberts Stimme ist nah, zu nah. Andreas spürt seinen Atem an seinem Ohr, heiß und feucht. Er zuckt zusammen, als Roberts Finger sich unter sein T-Shirt schieben, über seinen Bauch streifen. Die Berührung ist elektrisch, lässt seine Muskeln zusammenzucken. „Du zitterst“, stellt Robert fest, nicht als Vorwurf, sondern als Beobachtung. „Das ist gut. Das bedeutet, du fühlst es.“
Andreas will etwas sagen, eine Ausrede, eine Entschuldigung, irgendetwas, aber die Worte bleiben ihm im Hals stecken. Stattdessen nickt er, eine winzige, fast unmerkliche Bewegung. Roberts Hand gleitet höher, streift über seine Brust, und Andreas spürt, wie sich seine Nippel unter dem Stoff hart werden. Es ist peinlich. Es ist schändlich. Und doch kann er nicht aufhören, sich danach zu sehnen, dass die Hand weiterwandert.
Erika beugt sich vor, ihr Haar fällt ihr über die Schultern wie ein Vorhang. „Andreas“, sagt sie, ihr Ton sanft, fast mütterlich, aber mit einem Unterton, der ihm eine Gänsehaut über den Rücken jagt. „Du musst nicht nervös sein. Wir wollen dich nicht erschrecken.“ Sie streckt die Hand aus, legt sie auf sein Knie. Ihre Finger sind kühl im Vergleich zu Roberts brennender Berührung. „Aber wenn du bleibst, dann teilst du auch. Verstanden?“
Andreas schluckt. Sein Herz hämmert so wild, dass er fürchtet, es könnte jeden Moment zerbersten. „Ich… ich weiß nicht, wie.“
Robert lacht, ein tiefes, kehliges Geräusch. „Das ist das Schönste daran.“ Seine Hand gleitet unter Andreas’ Shirt, seine Finger finden eine der kleinen, harten Knospen auf Andreas’ Brust. „Man lernt es währenddessen.“ Er drückt zu, nicht hart, aber bestimmt, und Andreas stöhnt auf, ein Geräusch, das er nicht unterdrücken kann. Es klingt fremd in seinen eigenen Ohren, roh und unverstellt.
Erika beobachtet ihn mit halb geschlossenen Augen, ihre Lippen leicht geöffnet. „Zieh dein Shirt aus“, sagt sie, und es ist kein Befehl, sondern eine Einladung, der er nicht widerstehen kann. Seine Finger gehorchen, greifen nach dem Saum seines T-Shirts, ziehen es über den Kopf. Die kühle Luft des Zimmers streift über seine nackte Haut, lässt ihn erschaudern. Roberts Hand verlässt seine Brust nicht, streichelt jetzt über die glatte Haut, folgt den Linien seiner Rippen, als würde er eine Landkarte erkunden.
„Schön“, murmelt Erika. Sie beugt sich weiter vor, bis ihr Gesicht nur noch Zentimeter von seinem entfernt ist. Ihr Atem riecht nach Wein und etwas Süßem, vielleicht den Erdbeeren, die sie zum Dessert gegessen haben. „Du hast einen wunderschönen Körper, Andreas. Schlank. Jung.“ Ihre Finger gleiten über seinen Bauch, folgen der leichten Wölbung seiner Muskeln. „Und so verletzlich.“ Das letzte Wort ist ein Flüstern, fast ein Seufzer.
Andreas’ Atem stockt, als ihre Hand tiefer wandert, über den Bund seiner Jogginghose streift. Sein Körper reagiert sofort, unwillkürlich, und er spürt, wie sich etwas in ihm hart wird, schmerzhaft und drängend. Er sollte sich schämen. Er müsste aufhören. Aber als Erika ihre Hand flach gegen die Beule in seiner Hose presst, stöhnt er nur, ein langes, zitterndes Ausatmen.
„Siehst du?“, sagt Robert, seine Stimme ein raues Flüstern an Andreas’ Ohr. „Du willst es. Du willst es so sehr, dass du zitterst.“ Seine andere Hand gleitet über Andreas’ Rücken, zieht ihn näher, bis Andreas zwischen ihnen steht, eingeklemmt zwischen Roberts hitzigem Körper und Erikas ausladender Wärme. „Und wir werden dir geben, was du willst.“
Erika lässt ihre Hand nicht von ihm. Stattdessen beginnt sie, langsame Kreise über den Stoff zu reiben, ihr Daumen drückt leicht gegen die empfindsame Spitze. Andreas’ Knie geben nach, und er sackt ein wenig zusammen, würde fallen, wenn Roberts Arm sich nicht um seine Taille schlingen würde, um ihn zu stützen. „Gut“, murmelt Robert. „Lass los. Wir fangen dich auf.“
Andreas’ Hände krallen sich in Roberts Schultern, seine Finger graben sich in das grobe Gewebe des Hemdes. Er kann nicht denken. Er kann kaum atmen. Alles, was er spürt, ist die Hitze, die von den beiden Körpern ausgeht, die Berührungen, die ihn überfluten, die Stimme in seinem Kopf, die ihm sagt, dass dies falsch ist, dass er aufhören sollte – und die andere Stimme, die lauter ist, die mehr will.
Erika beugt sich vor, ihre Lippen berühren sein Schlüsselbein, heiß und feucht. „Du riechst so gut“, flüstert sie, ihr Atem kitzelt seine Haut. „Wie frische Seife. Wie Unschuld.“ Ihre Zunge gleitet über seine Haut, hinterlässt einen nassen Streifen, der in der warmen Luft schnell trocknet. Andreas zittert, sein ganzer Körper ist angespannt wie eine gespannte Saite.
Roberts Hand verlässt seinen Rücken, gleitet nach unten, über den Po, drückt zu. „Zieh die Hose aus“, sagt er, und diesmal ist es ein Befehl, sanft, aber unmissverständlich. Andreas gehorcht, seine Finger fummeln am Bund, ziehen die Hose und die Boxershorts in einem Ruck nach unten. Die kühle Luft trifft auf seine nackte Haut, lässt ihn erschaudern. Er steht jetzt völlig blank vor ihnen, sein Körper eine offene Einladung.
Erikas Augen weiten sich leicht, als sie ihn ansieht. „Oh“, sagt sie, und das eine Wort klingt wie ein Gebet. „Du bist perfekt.“ Ihre Hand schließt sich um ihn, und Andreas stöhnt auf, sein Kopf fällt nach hinten gegen Roberts Schulter. Roberts Arm hält ihn fest, während Erikas Finger sich um ihn schließen, warm und feucht von dem, was sie zuvor mit Robert getan hat. Sie beginnt, ihn zu streicheln, langsam, fast ehrfürchtig, als wäre er aus Glas.
„Siehst du, wie hart er ist?“, sagt Robert, seine Stimme ein raues Flüstern. „Das ist alles deinetwegen, Erika. Er hat zugesehen, wie du gekommen bist. Er hat es gespürt.“
Erika stöhnt leise, ihre Hand bewegt sich schneller. „Ich will ihn schmecken“, sagt sie plötzlich, ihre Stimme heiser. „Ich will wissen, wie er schmeckt.“
Andreas’ Atem stockt. „Nein –“, beginnt er, aber das Wort stirbt in seiner Kehle, als Robert seine Hand auf seinen Mund presst.
„Still“, sagt Robert. „Lass sie.“ Seine Stimme ist sanft, aber bestimmt. „Du willst das. Du brennst danach.“
Und das stimmt. Er brennt. Sein ganzer Körper ist ein einziger, pochender Schmerz, ein Verlangen, das ihn von innen auffrisst. Als Erika sich vorbeugt, ihre Zunge über die Spitze gleiten lässt, zuckt er zusammen, ein elektrischer Schock, der durch seinen Körper jagt. Ihre Lippen schließen sich um ihn, warm und feucht, und er stöhnt in Roberts Hand, ein langes, verzweifeltes Geräusch.
Roberts andere Hand gleitet über Andreas’ Brust, findet seine Nippel, kneift leicht zu. „Sieh sie dir an“, flüstert er. „Sieh zu, wie sie dich liebt.“
Andreas kann nicht anders. Er sieht zu. Erika’s Haar streift über seine Oberschenkel, kitzelt seine Haut. Ihre Lippen sind leicht geöffnet, ihre Zunge bewegt sich in langsamen, kreisenden Bewegungen. Jedes Mal, wenn sie ihn tiefer nimmt, spürt er, wie sein Körper sich anspannt, als würde er sich auf etwas vorbereiten, das er noch nie erlebt hat. Roberts Hand verlässt seinen Mund, gleitet über seinen Hals, sein Kinn, zwingt ihn, den Kopf zu heben, zuzusehen.
„Gefällt dir das?“ Roberts Stimme ist ein raues Flüstern. „Gefällt dir, wie sie dich leckt?“
Andreas kann nicht antworten. Er kann nur nicken, seine Hände krallen sich in Roberts Hemd, als wäre er sein einziger Halt in einem Sturm. Erika’s Mund wird schneller, ihre Hand umschließt die Basis, ihre Finger pressen sich gegen seine Haut. Ein Druck baut sich in ihm auf, etwas, das er nicht aufhalten kann, das er nicht will aufhalten.
„Sie wird dich zum Kommen bringen“, sagt Robert, seine Lippen berühren Andreas’ Ohr. „Und dann werde ich dich lecken. Ich will deinen Geschmack auf meiner Zunge spüren, wenn du in ihrem Mund explodierst.“
Das Bild, das diese Worte in Andreas’ Kopf erzeugen, lässt ihn stöhnen, ein verzweifeltes, kehliges Geräusch. Seine Hüften beginnen, sich unwillkürlich zu bewegen, stoßen leicht in Erikas Mund, als würde er von einer unsichtbaren Kraft angetrieben. Sie nimmt ihn tiefer, ihre Kehle öffnet sich für ihn, und er spürt, wie er an die Grenze stößt, wie etwas in ihm zerbricht.
„Jetzt“, keucht Robert. „Lass los, Andreas. Komm für sie.“
Und er kommt. Es ist, als würde etwas in ihm explodieren, ein weißheißer Blitz, der durch seinen Körper jagt, ihn blind und taub zurücklässt, nur noch Gefühl, nur noch diese endlose, zitternde Welle von Lust. Erika stöhnt um ihn herum, schluckt, ihre Kehle bewegt sich, und das Vibrieren lässt ihn noch einmal zucken, als würde es den letzten Tropfen aus ihm herauspressen. Als sie sich zurückzieht, bleibt ein silbriger Faden zwischen ihren Lippen und ihm hängen, der langsam reißt.
Sie leckt sich über die Lippen, ihre Augen sind halb geschlossen, ihr Gesicht gerötet. „Gott“, flüstert sie. „Du schmeckst wunderbar.“
Andreas kann nicht antworten. Er kann kaum atmen. Sein Körper zittert, seine Knie geben nach, und nur Roberts Arme halten ihn aufrecht. Er fühlt sich leer. Er fühlt sich voll. Er fühlt sich, als hätte er gerade etwas getan, das ihn für immer verändert hat.
Robert dreht ihn langsam um, bis Andreas ihm gegenübersteht. Seine Augen sind dunkel, fast schwarz, sein Blick hungrig. „Jetzt bin ich dran“, sagt er, und seine Stimme ist ein Versprechen. Er sinkt auf die Knie, seine Hände gleiten über Andreas’ Oberschenkel, ziehen ihn näher. „Ich will alles von dir.“