Story: Im geheimnisvollen Haus

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von silberling71 am 17.1.2026, 14:23:28 in Das erste Mal

Im geheimnisvollen Haus

Jeden Abend geschah dies, und mit der Zeit erschienen in seiner Fantasie immer deutlicher Bilder von erregenden weiblichen Körpern, ohne Gesichter, mit Brüsten, Hüften und vor allem: mit Eingängen, durch die sein starker kleiner Mann einst eindringen würde. Das war aber für ihn streng verboten, er war noch zu jung, und viele Menschen glaubten, ein so junger Mann dürfe erst nach einer Heirat die Pforte öffnen, die zur vollen Lust führt.

Eines Tages erfuhr, Benny dass es in der Stadt in einer kleinen schmalen Gasse ein Haus gebe, dessen versteckte Tür den Zugang gewährte zu einem Treppenhaus, das durch drei Stockwerke hinaufführte und von dem auf jedem Stock offene Flure abgingen, die an Zimmern vorbeiführten, deren Türen meist offen standen. Er hatte gehört, dass nur Männer in dies Haus gingen und dass in den Zimmern Frauen zu finden seien, die den Männern all ihre Wünsche nach Lust und Befriedigung erfüllen würden. Bennys Fantasie drehte sich nun oft, ja zu oft um dies Haus, und er stellte sich vor, was in den Zimmern vor sich gehen würde. Und jedes Mal versteifte sich sein lieber kleiner Kerl und richtete sich vorwitzig auf. Doch jedes Mal hatte er dabei ein schlechtes Gewissen. Denn das waren doch Schweinereien, das durfte man doch nicht einmal denken. Unzucht in Gedanken war das – so dachte nicht nur er, so dachten viele in jener Zeit. Man brachte es den Jungen bei, dass Selbstbefriedigung das Rückenmark schädige. Es gab noch keine Pornofilme, kein Internet, wo man alles sehen und erleben konnte, was von der Moral verboten war. Nur beim Friseur, da gab es Magazine für Freikörperkultur, und der Meister ließ den Jungen heimlich die dort abgebildeten nackten Frauen betrachten – wenn sonst keine Kundschaft im Laden war. Aber das abendliche Ritual im Bett erlebte Benny nun so, dass seine Fantasie ihn immer wieder in dies verbotene Haus versetzte, und dass er von einer der Frauen das bekam, was alle Männer ersehnten, die in dies Haus gingen.

Es kam, wie es kommen musste: Irgendwann siegte in ihm das Verlangen einmal nachzuforschen, was es mit dem Haus auf sich habe. Zögernd und mit klopfendem Herzen schlich er um den versteckten Eingang herum, die Neugier kämpfte mit dem schlechten Gewissen und mit der Scheu vor dem Unbekannten. Doch dann schaute er sich um, vergewisserte sich, dass ihn niemand beobachtete, drückte schnell die Tür auf und war endlich am Ort seiner Fantasie. Er fand sich an einem Treppenaufgang, schaute in den ersten Flur, traute sich weiterzugehen, schaute links in die erste offene Tür hinein: eine schlanke wohlgestaltete Frau im Glitzerbikini und mit goldenen Armreifen, feuerroten Lippen und wohlgeformten Brüsten. Mit feuerroten Sandalen und mit ebensolchen Finger- und Fußnägeln lehnte aufreizend am Türrahmen. „Na, Kleiner, willst du? Komm doch rein!“ Ein aufreizender Duft von starkem Parfum lag in der Luft. Benny wurde rot vor Verlegenheit, sein Herz klopfte rasend, doch gleichzeitig wuchs in der Hose sein kleiner Mann vor lauter Neugier. Er konnte die Augen nicht von der Verlockung wenden. Er wusste, dass man hier bezahlen musste, wenn man die Freuden erleben wollte. „Wieviel?“ fragte er aufgeregt mit zitternder Stimme. „Vierzig Mark ficken, halbe Stunde 80. Willst du?“ „Nein nein, jetzt nicht“, stotterte Benny, warf nur noch einen schnellen Blick in das nächste Zimmer, wo eine dicke ältere Frau mit rot gefärbten Haaren und Hängebusen auf dem Bett saß, mit gespreizten Beinen und aufreizendem Grinsen schaute sie auf ihn und lockte mit ihrem Zeigefinger zu sich. Die Tür des gegenüberliegenden Zimmers öffnete sich gerade und ein älterer Mann kam mit hochrotem Kopf heraus, den Blick zu Boden gesenkt, eine Frau streckte den Kopf aus dem Zimmer und blickte dem Mann nach, der sich eilig zum Ausgang wandte. Benny hatte genug gesehen. Er wusste jetzt Bescheid und war froh, als er draußen die frische Luft atmen konnte. Er war der Versuchung nicht erlegen, er war standhaft geblieben, aber er wusste jetzt Bescheid.

Beim Abendritual im Bett, als er seinen hart dem herrlich erigierten Penis mit rasender Massage aufreizte und als die warme süße Milche aus der Eichel schoss und sich in die fleckige alte Unterhose ergoss, da stand jetzt ein erregendes Bild vor seinen Augen: die schöne, verführerische Frau aus dem verbotenen Haus mit einem heißen Lächeln auf den einladenden Lippen, doch von diesem Tag an zerriss es den armen Benny zwischen pochend pulsierender Lust und stechenden Gewissensbissen.

Vorgänger "Bennys Bettgeschichte." lesen

Fortsetzung "Seine erste Frau" lesen

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